Geschichte der Formel 3 Euroserie

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Die Formel 3 Euro Serie geht 2010 in ihre achte Saison. Der Grundstein für die stärkste Nachwuchsserie der Welt wurde am 22. Januar 2003 in Paris gelegt, als der Deutsche Motor Sport Bund e. V. (DMSB) und die französische Fédération Française du Sport Automobile (FFSA) die letzten Weichen für den wichtigsten Zusammenschluss im weltweiten Formelsport stellten: Die neue Formel 3 Euro Serie war geboren.

Nicht nur die internationale Motorsport-Szene beobachtete die Kooperation mit großem Interesse, sogar die Politik verfolgte die Entstehung der neuen Rennserie. Der damalige deutsche Bundesinnenminister Otto Schily, zugleich Bundessportminister, lobte die neue Serie als ein Beispiel für landesgrenzenübergreifende Sportveranstaltungen. Schon immer habe den Motorsport ein internationales Flair umgeben. Seine Anhänger haben über Grenzen und Barrieren hinweg seit je eine Einheit gebildet, notierte Schily und wies zugleich auf die wichtige Rolle der neuen Serie für die Nachwuchsförderung hin:       Die weitere Belebung der Entwicklung hoffnungsvoller junger Rennfahrer bewirken

Ähnlich der Kommentar des damaligen französischen Sportministers Jean-François Lamour. Er würdigte das Engagement von DMSB und FFSA und sagte, die Formel 3 Euro Serie werde erstklassigen Motorsport bieten und eine Meisterschaft sein, in der sich junge talentierte Fahrer weiterentwickeln werden. Am 26. April 2003 startete die Formel 3 Euro Serie auf dem Hockenheimring in ihre erste Saison. Erster Champion der Formel 3 Euro Serie wurde der Australier Ryan Briscoe, Zweiter der Österreicher Christian Klien. Beiden gelang der Sprung in die Formel 1. Toyota sicherte sich die Dienste von  Ryan Briscoe als Testfahrer. Jaguar verpflichtete Klien als Stammpiloten neben Mark Webber für die Formel-1-Saison 2004.

Im zweiten Jahr der Formel 3 Euro Serie ging der Titel nach Großbritannien: Jamie Green sicherte sich den Gesamtsieg. Für ihn führte der Weg in die DTM, denn er wurde nach seinem Titelgewinn in der Formel 3 von Mercedes-Benz als Werksfahrer für die populärste internationale Tourenwagenserie verpflichtet. Nico Rosberg, Sohn des ehemaligen Formel-1- Weltmeisters Keke Rosberg, wechselte nach der Saison 2004 als Testfahrer in das   BMW Williams-F1-Team. Außerdem sicherte er sich 2005 als erster Fahrer den Titel in der GP2-Serie. Von 2006 bis 2009 fuhr er als Stammpilot im   Williams-F1-Team, vor dieser Saison wechselte er als Teamkollege von Michael Schumacher zu Mercedes GP.

Auch 2005 hatte wieder ein Brite die Nase vorn: Mit 15 Siegen aus 20 Rennen holte   Lewis Hamilton den Titel in der Formel 3 Euro Serie. Im Folgejahr gewann er die GP2-Serie. Seit 2007 geht er für das Team Vodafone McLaren Mercedes in der Formel-1-WM an den Start und wurde 2008 Weltmeister.   Der Euro-Serie-Vizemeister, Alexandre Prémat, wurde nach Erfolgen in der GP2-Klasse und in der A1-Nationenserie von Audi für die DTM verpflichtet.

Im Jahr 2006 kam der Gesamtsieger aus Schottland: Paul Di Resta holte sich den Titel in der Formel 3 Euro Serie und wurde zur Belohnung von Mercedes-Benz für die DTM-Saison 2007 verpflichtet. Nach einer gelungenen Debütsaison wurde er 2008 mit einer aktuellen AMG Mercedes C-Klasse DTM-Vizechampion. Der Vizemeister des Jahres 2006, der Heppenheimer Sebastian Vettel, ging zwischen 2007 und 2008 in der Formel 1 für die Scuderia Toro Rosso an den Start, seit 2009 fährt er für Red Bull Racing.

Der im schweizerischen Genf beheimatete Romain Grosjean holte sich 2007 den Titel in der Formel 3 Euro Serie. Er konnte sechs Rennen für sich entscheiden und kämpfte lange mit dem Schweizer Sébastien Buemi und dem Deutschen Nico Hülkenberg, der nach anfänglichen Schwierigkeiten in der zweiten Saisonhälfte immer stärker auftrumpfte und vier Rennen für sich entscheiden konnte. Grosjean und Buemi stiegen in die GP2-Serie auf, Buemi ist seit 2009 Stammfahrer des F1-Teams Toro Rosso.

Hülkenberg hängte noch ein Euro-Serie-Jahr dran und wurde im Jahr 2008 zum Champion gekürt. Der Emmericher gewann sieben Rennen und feierte den Titelgewinn bereits ein Rennwochenende vor dem Finale in Le Mans. 2009 startete Hülkenberg, der weiterhin auch Testfahrer des Formel-1-Teams Williams war, in der GP2-Meisterschaft. Dort traf er wiederum auf Euro-Serie-Vize-Champion Edoardo Mortara, der ebenfalls in die GP2 aufstieg. Der Italiener aus dem schweizerischen Genf eroberte in Pau den ersten Sieg eines Volkswagen-Motors in der Geschichte der Formel 3 Euro Serie. Jules Bianchi war als Dritter bestplatzierter Rookie in der Gesamtwertung der stärksten Nachwuchsserie der Welt. Hülkenberg avancierte zur aktuellen Formel-1-Saison zum Stammfahrer bei Williams.

Stichwort Bianchi: Die Favoritenrolle fiel dem Franzosen in der Euro-Serie-Saison 2009 nach den Abgängen von Mortara und Hülkenberg praktisch in den Schoß. Und er enttäuschte nicht. Nach einem durchwachsenen Saisonstart in Hockenheim kam Bianchi richtig in Fahrt. An den folgenden fünf Rennwochenenden fuhr er jeweils im ersten von zwei Durchgängen den Sieg ein. Am Saisonende schlugen neun Saisonsiege zu Buche. Mit 114 zu 75 Zählern fiel der Vorsprung vor dem Gesamtzweiten, Christian Vietoris, deutlich aus. Auch für Bianchi war dieser Titel das Sprungbrett in die GP2-Serie.

Quelle: www.f3euroserie.com

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